Eine sorgfältige Wahrnehmung des Sachverhalts zeigt:
- Die Krankheit ist für die meisten Menschen nicht lebensbedrohlich.
- Die Ansteckungsgefahr ist hoch.
- Das Corona-Virus erfüllt alle Kriterien eine Pandemie (ansteckende Krankheit, die sich flächendeckend ausbreitet).
- Es gibt noch keine Heilmittel dagegen.
- Die Pandemie ist eine ständig sich verändernde Größe. Deshalb heißt es: Wachsam bleiben und auch Infos achten!
- Die Corona-Krankheit ist nur ein Beispiel für viele Krankheiten, die mich anstecken, krank machen oder sogar dahinraffen können.
Dann muss ich feststellen:

- Das Virus und die daraus entstehende Epidemie (ansteckende Krankheit) liegen außerhalb meines Aktionsradius genauso wie alle anderen möglichen Todesursachen. Ich kann nichts dagegen unternehmen, dass es dieses Virus und die daraus folgende Bedrohung gibt. Diese Tatsache muss ich einfach akzeptieren. Es hat keinen Sinn, sich dagegen aufzulehnen. Ein proaktiver Mensch kann unterscheiden, was er ändern kann und was nicht. Die Verletzlichkeit und Sterblichkeit von mir als Mensch kann ich definitiv nicht ändern.
- Daraus folgt, dass sich in mancher Hinsicht mein Aktionsradius verkleinert: Reisen müssen gegebenenfalls abgesagt werden, Konferenzen und Großveranstaltungen. Auch dagegen kann ich nichts unternehmen, sondern muss das akzeptieren. Als proaktiv lebender Mensch weiß ich, dass es immer wieder Ereignisse oder Entwicklungen gibt, die meinen Aktionsradius beschränken werden.
- Trotzdem weiß ich auch: Nichts und niemand kann mich daran hindern, meine Freiheit zu verlieren. Meine Freiheit besteht nicht darin, das zu ändern, was außerhalb meines Aktionsradius liegt. Meine Freiheit besteht darin, mich zu dem, was mich einschränkt, einzustellen und zu verhalten. Also: Was kann ich proaktiv tun?
- Hygiene-Regeln einhalten, siehe zum Beispiel https://www.infektionsschutz.de/mediathek/printmaterialien.html
- Mich mit den letzten Dingen (mein Sinn, mein Leben, mein Tod) beschäftigen. Dies hilft mir, in Zeiten der Bedrohung Ruhe zu bewahren.
- Heute leben und heute das tun, was ich tun kann. Das ist immernoch eine Menge! Denn für die meisten hat das Corona-Virus noch nicht in das tägliche Leben eingegriffen.
Was kann ich also vom Corona-Virus lernen?
- Lass dich nicht verblüffen! Bedrohliche Szenarien werden immer wieder kommen.
- Bleibe wachsam. Informiere dich gründlich und beachte die Vorsichtsmaßnahmen!
- Und schließlich: Baue vor! Das Leben ist genau genommen immer lebensgefährlich. Beginne deshalb eine Beschäftigung mit den letzten Dingen (Sinn, Leben, Tod).